Quo vadis, Europa-League?

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Der UEFA-Cup hat in Deutschland seit jeher einen schweren Stand gehabt und dies nicht nur, weil Franz Beckenbauer ihn als den Verlierer-Cup titulierte. Die Gründe für das hiesige Desinteresse sind vielfältig. Der deutsche Fußball ist sehr auf einige wenige Mannschaft fokussiert, wobei meist nur eine international konkurrenzfähig zu sein scheint. Wer sich die Sieger der letzten zwanzig Jahre des UEFA-Cups anschaut, der findet keine einzige deutsche Mannschaft. Das letzte deutsche Team, das den Cup gewinnen konnte, waren die Königsblauen aus Gelsenkirchen. Spanische und englische Teams scheinen den Cup zu dominieren und der hiesige Fan fragt sich dann, warum.

Neuer Name, alte Schwierigkeiten

Dies führte zu einer Umbenennung des UEFA-Cups, Europa-League heißt er nun, hat aber auch mit dem neuen Namen mit vielen alten Herausforderungen zu kämpfen. Die Idee und das Konzept als solches ist im Grunde genommen genial, so verschafft die Europa-League auch den Mannschaften der zweiten Reihe die Möglichkeit, auf europäischer Bühne zu Glanz und Gloria zu gelangen. Die Europa-League gilt auch als sehr durchlässig für neue Mannschaften, so tauchen jedes Jahr neue Teams auf, die man vorher nicht auf dem Schirm hatte. Das ist etwas, dass vielen in der Champions-League, dem großen Bruder, verlorengegangen zu scheint. Hier dominieren die gleichen Mannschaften Jahr für Jahr, und darum sollte der Europa-League noch mehr Bedeutung zukommen als bisher.

Was kann getan werden?

Etwas, dass nach der Namensänderung leider ausgeblieben ist, ist eine Regeländerung oder, anders ausgedrückt, eine Modusveränderung. Der Wettbewerbsmodus ist für den Laien wie den eingefleischten Fan nur schwer verständlich, hier könnte eine deutliche Vereinfachung zu mehr Akzeptanz führen. Er ist mitnichten der einzige Grund für den etwas schwierigen Stand dieses Wettbewerbs, doch könnte es ein Anfang sein, um ihm zu einer Popularität zu verhelfen, die er verdient hätte. Die UEFA hat aber stets ein Auge auf die Entwicklung und wir können von weiteren Veränderungen ausgehen.