Die größten Sieger

Die Europa-League, beziehungsweise deren Vorläufer UEFA-Cup, hat schon so manche Legende hervorgebracht. Hier ist Geschichte geschrieben worden, über die noch in Jahrzehnten die Fans sinnieren werden. Doch neben den Emotionen, von denen der Fußball vermutlich am meisten lebt, geht es eben auch um Zahlen. Wir meinen damit nicht die Geschäftszahlen der einzelnen Vereine oder deren Verbände, sondern die der ewigen Tabellen. In dieser Hall of Fame werden die größten Leistungen der Mannschaften gewürdigt.

Wer steht an der Spitze?

Auf der Top-Position steht Spanien, aus mehrfachen Gründen. Das Land auf der Iberischen Halbinsel ist die Heimat der meisten Finalisten und der meisten Finalsieger, gleichzeitig haben die spanischen Finalteilnehmer die größte Siegquote. Was bedeutet dies im Detail? Mit dem FC Sevilla steht eine Mannschaft da, die den Pokal ganze fünfmal gewonnen hat und damit mehr als jede andere.

Neben dem FC Sevilla gewannen auch Atlético Madrid, Real Madrid und der FC Valencia den Wettbewerb. Dadurch ergeben sich für die Spanier insgesamt 11 Titel und um diese zu gewinnen, brauchten sie lediglich 16 Finalteilnahmen. Ebenso ein Rekord, denn eine Gewinnquote von sensationellen 69 Prozent kann kein anderer Verband aufweisen. Deutschland hat zum Vergleich eine Gewinnquote von 43 Prozent, hierzulande gab es insgesamt 14 Finalteilnahmen und am Ende ging sechsmal eine deutsche Mannschaft als Sieger vom Platz.

Die Fußballnationen England und Italien platzieren sich dazwischen, mit jeweils neun Titeln gewannen beide Länder gleich oft den Wettbewerb. Italien jedoch benötigte für die neun Titel eine Finalteilnahme weniger und steht somit vor England in der ewigen Tabelle. Es wird also nicht die Anzahl der Finalteilnahmen belohnt, sondern die Effizienz steht nochmals davor.

Die aktuellen Zahlen spiegeln einen sehr deutlichen Trend wider. Spanien und England ziehen dem Rest davon, während der letzten zehn Jahre gewann den Pokal sechsmal eine spanische, dreimal eine englische und einmal eine portugiesische Mannschaft. In dem Jahrzehnt zuvor waren die Sieger noch deutlich gemischter, es gewannen auch russische oder niederländische Teams das Finale.